Schüler fördern Schüler 2009
Eine Kooperation zwischen der Friedrich-Dessauer-Schule Limburg, der Goetheschule Limburg
und der Lindenschule Lindenholzhausen
Wie auch in den Jahren zuvor findet in diesem Jahr das Projekt „Schüler fördern Schüler“ statt. Hier haben Schüler die Möglichkeit, an einem Nachmittagsunterricht teilzunehmen und Kenntnisse im Bereich Word, PowerPoint und HTML zu erlernen.
Dieser Wahlkurs umfasst wöchentlich zwei Schulstunden und findet an der Friedrich-Dessauer-Schule und der Lindenschule statt. Die Schüler erhalten nach erfolgreichem Abschluss des Kurses ein Zertifikat, in dem bestätigt wird, dass die Schüler Grundlagen von Word, PowerPoint und HTML beherrschenKursende: Abschlusspräsentation im Juni 2008
Anmeldeformular und Flyer können in der Downloadliste am Rand heruntergeladen werden.
Konzept des Projektes
„ Schüler fördern Schüler“,
im Rahmen der Förderung besonderer Begabungen.
I. Einleitung
II. Projektbeschreibung
III. Projektrealisierung
IV. Rahmenbedingung
V. Analyse und Ausblick
Anhang
I. Einleitung
Der Umgang mit dem PC und die gezielte aktive und verantwortungsbewusste Nutzung des Internets stellen eine unverzichtbare Kompetenz in einer modernen Informationsgesellschaft dar.
Die frühzeitige Vermittlung und stetige Weiterentwicklung dieser Qualifikationen sollte daher im Blickpunkt der schulischen Ausbildung stehen.
Das Pilotprojekt „Schüler fördern Schüler“, welches im Schuljahr 2003/2004 in einer Kooperation zwischen der Friedrich-Dessauer-Schule Limburg (Berufsbildende Schule) und der Lindenschule Lindenholzhausen (Grundschule) mit interessierten Schülern beider Schulen erfolgreich durchgeführt wurde, ist sicher eine Möglichkeit diese Qualifikationen zu vermitteln.
Eine Fortsetzung, Weiterentwicklung und Institutionalisierung des Projektes „Schüler fördern Schüler“ bietet eine praktikable Möglichkeit diese Kompeten-zen zu vermitteln. Die Schüler werden gefördert und gefordert sich zielbezogen mit dieser Kulturtechnologie Auseinanderzusetzen und die Chancen und Risiken, die damit verbunden sind, zu erkennen.
Als Anhang ist eine umfassende Darstellung dieser Thematik beigefügt.
II. Projektbeschreibung
Schüler (Grundschule, Realschule, andere Einrichtungen) sollen an die Erstellung von eigenen html-Seiten herangeführt und in gängigen Officeanwendungen (word, excel, powerpoint) von Schülern der BFI-Klasse 11 der Friedrich-Dessauer-Schule Limburg geschult werden.
Dieser Kurs soll Einblicke und Kenntnisse in die Grundstruktur der html-Programmierung und Officeanwendungen geben. Basierend auf dem Lebensumfeld der Schüler (Teilnehmer) wird angestrebt, eine eigene Homepage aus einem selbst gewählten Interessengebiet zu erstellen und diese ins Internet zu stellen.
Außerdem soll in Absprache und Zusammenarbeit mit der Schulleitung und dem Lehrerkollegium eine Schulhomepage erstellt oder eine bestehende aktualisiert und erweitert werden.
Zum Ende des Kurses sollen die Ergebnisse den Eltern, Mitschülern, Lehrern und Interessierten präsentiert werden.
Die teilnehmenden Schüler erhalten eine Teilnahmebestätigung ihrer Schule für diesen Kurs, die bescheinigt, ob der Schüler sehr gute Kenntnisse, gute Kenntnisse, oder Kenntnisse erworben hat.
Die Kursleiter (Schüler) bekommen ein Zertifikat von der Friedrich-Dessauer-Schule, welches die Erstellung und Leitung dieses Kurses bescheinigt.
Die Ziele dieses Kurse sind:
Fachkenntnisse:
Grundkenntnisse in der html-Programmierung, veröffentlichen von Internetseiten, Präsentation selbst erstellter Web-Seiten, Officeanwendungen z.B. powerpoint
Methoden und Medienkompetenz:
Nutzung des Internets als Publikationsmedium (publizieren und recherchieren); Powerpointpräsentationen
Soziale und kommunikative Kompetenz:
Teamarbeit, Helferprinzip, selbstständiges Lernen
Persönlichkeitsprofil:
Stärkung des Selbstwertgefühls; Erkennen von Begabungen und Fähigkeiten
Die Kenntnisse und Fähigkeiten die in diesen Kursen vermittelt werden, sind Schlüsselqualifikationen, welche die Schüler in vielerlei Hinsicht benötigen und darauf aufbauend erweitern können.
Es ist sinnvoll zu erkennen, dass das Internet nicht nur zur Recherche dient, sondern ein hervorragendes Medium ist, etwas bekannt zu machen, zu publizieren.
Diese Kulturtechnik muss verstanden und sinnvoll genutzt werden, denn nur dann können wir einen Wissensvorsprung erarbeiten.
(„Aktiv gestalten, bewusst agieren“)
III. Projektrealisierung
Lehrplanbezug
Basierend auf dem Rahmenlehrplan der Berufsfachschule Informationsverarbeitung (BFI) wird dieses Projekt an der Friedrich-Dessauer-Schule in folgende Lernfelder integriert.
Allgemeiner Bereich: Deutsch, Politik und Wirtschaft
Berufsbezogener Bereich: Projektarbeit, Betriebs- und Arbeitsorganisation, Informationen zu IT-Systemen dokumentieren und präsentieren (siehe Lehrplan BFI)
Vorbereitung der Kurse
Die Schüler der Klasse BFI 11 haben nach Stundentafel 2 Stunden Projektarbeit/ Woche. Im ersten Schulhalbjahr erstellen die Schüler in dieser Zeit die Kursunterlagen. Dazu gehören die Unterlagen für die Kursleiter, Skripte, Arbeitsblätter, usw. für die Kursteilnehmer und ein Kursablaufplan, worin die zeitlichen, inhaltlichen, materiellen und personellen Ressourcen dargestellt werden. Themen wie Datenschutz, Urheberrechte, Internetrecht und Impressum sind unter anderem Bestandteil dieser Ausarbeitung und stehen in engem Zusammenhang mit den Inhalten des Lehrplanes.
Erstellung einer Teilnahmebestätigung und die Anfertigung eines Kursbewertungsbogens sind vorgesehen.
Zusätzlich zu den zwei Stunden Projektarbeit können themenbezogen aus den o.g. Lernfeldern Inhalte mit den Schülern bearbeitet und besprochen werden. Daraus ergibt sich eine projektbezogene Zusammenarbeit der betroffenen Fachlehrer.
Bewertung
Basierend auf einem vorhandenen Bewertungskatalog sollen an der Friedrich-Dessauer-Schule gemeinsam mit den Schülern die Kriterien für die Bewertung der Projektarbeit erarbeitet werden. (1.-3. Wochen in der Einführungsphase)
Die erarbeiteten Unterlagen werden nach diesem Bewertungsschema bewertet und fließen in die Note Projektarbeit mit ein.
Präsentation der Kursunterlagen und Vorstellung des Kurskonzeptes
Mitte Januar müssen die Teams die erstellten Kursunterlagen und ihr Konzept präsentieren und es besteht die Möglichkeit einer Überarbeitung der Kursunterlagen.
Durchführung der Kurse
Die Kursleiterteams, bestehend aus 3-4 Kursleitern sollen wöchentlich 2 Stunden an interessierten Schulen und Institutionen (Lindenschule Lindenholzhausen, Goetheschule, usw.) die Kurse durchführen. Der Unterricht im Fach Projektarbeit wird in diesem Fall an die Kooperationsschule verlegt. Ein Nachmittagsunterricht ist aus raumtechnischen Gründen angedacht.
Die ersten beiden Kurstage sollen von den koordinierenden Lehrern begleitet werden, um mögliche Probleme (Raum, Technik, usw.) gemeinsam zu lösen. Zwei weitere unangemeldete Besuche sind vorgesehen und dienen unter anderem zur Bewertung der Kursleiter. Nach Bedarf (Probleme, Sonstiges) sind eventuell weitere Kursbesuche der koordinierenden Lehrer erforderlich.
Kursabschluss
Am Ende der Kurse sollen die Kursteilnehmer ihre erworbenen Fähigkeiten präsentieren. Dazu können interessierte Eltern, Lehrer, Presse und Sonstige eingeladen werden. Im Rahmen dieser Veranstaltung bekommen die Kursteilnehmer ihre Teilnahmebestätigung und die Kursleiter ein Zertifikat für die Leitung des Kurses über-reicht.
Dies hat für die Schüler motivierenden Charakter und für die beteiligten Schulen eine positive Außenwirkung.
Der letzte Kurstag dient dazu, die Kursbewertungsbögen auszufüllen und ein direktes Feedback zu bekommen.
IV. Rahmenbedingungen:
Die Aufsichtspflicht muss seitens der Schulleitung/ Staatliches Schulamt eindeutig geklärt sein. Die Kostenübernahme für Arbeitsmaterialien ist zu klären. Die Schulungsräume sollten mit Windows98 oder neueren Windowsapplikationen und dem Office-Packet ausgestattet sein. Ein Internetanschluss und ein Beamer sind erforderlich. An- und Abreisekosten mit eigenem PKW, Roller, Lehrer-PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln und der Versicherungsschutz sind zu klären. Die Einsatzplanung muss bei der Erstellung des Stundenplanes berücksichtigt werden.
Lehrereinsatz
An jeder Schule, an der Kurse stattfinden, muss ein Ansprechpartner (Koordinator) vorhanden sein. Dieser hat die Aufgabe, die Kursangebote in Zusammenarbeit mit den Kursleitern an den Schulen bekannt zu machen. Er ist für die Zusammensetzung der Teilnehmerlisten, Raumauswahl und Stundenplanabsprachen verantwortlich (Schnittstellenfunktion).
Die Friedrich-Dessauer-Schule fungiert bei diesem Projekt als Kompetenzzentrum und ist für die Gesamtkoordination zuständig. Der überwiegende Teil der Projektplanung und Projektdurchführung kann in den „normalen“ unterrichtlichen Einsatz integriert werden, erfordert aber von den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern ein besonderes Maß an Einsatzbereitschaft.
Die Gesamtkoordination hat die Aufgabe der Konzepterstellung, des Schnittstellenmanagements, Reviews und erstellt einen Abschlußbericht mit Projektanschluss. Diese Tätigkeiten fallen zusätzlich zu den schülerbegleitenden Maßnahmen an und sind inhaltlich vom unterrichtlichen Einsatz zu trennen.
V. Analyse
Erfahrungssicherung
In Form einer Dokumentation sollen die Kenntnisse und Erkenntnisse, die durch das Projekt gewonnen wurden, fixiert werden und an einen interessierten Personenkreis- durch Berichte, Präsentationen oder eine Erfahrungsdatenbank weitergeleitet werden.
Nachkalkulation
Eine Nachkalkulation im Sinne eines Controllings ist erforderlich, um Abweichungen und kostenintensive (zeitintensive, personalintensive, materialintensive usw.) Bereiche zu ermitteln und Optimierungen einzuleiten. (Soll-/ Istvergleiche)
Restaktivitäten
Es müssen verbindliche Absprachen (Protokolle) bezüglich vorhandener Restaktivitäten, Ergänzungsarbeiten und Aktivitäten über das Projekt hinaus getroffen werden.
Review:
Eine Abschlussanalyse/-bericht hinsichtlich der Zielsetzung, des Projektverlaufes bzw. der Projektabwicklung sowie der äußeren und inneren Einflüsse auf das Projekt ist durchzuführen.
Bei dieser Erfolgskontrolle ist zu überprüfen, ob die Projektziele und vorgaben erreicht wurden. Außerdem sind Planungsqualität, die Vorgehensweise, der Methodeneinsatz, sowie die Zusammenarbeit im Team während der Projektabwicklung zu betrachten.
Partner: Im Rahmen dieses Projektes ist unter der Forderung einer „Öffnung von Schule“ nach geeigneten externen Partner zu suchen. Diese Partner können als Sponsoren, Technologiepartner, Multiplikatoren dieses Projekt unterstützend begleiten. (Exkursionen, externe Vorträge, externe Spezialisten) und damit den wichtigen Praxisbezug gewährleisten.
VI. Ausblick / Folgeprojekt
Die Analyse des Projektes bringt Ergebnisse über den Zielerreichungsgrad des Projektes, zeigt aber auch die Schwachstellen und Fehler auf. Basierend auf diesen Informationen müssen die Beteiligten über eine sinnvolle Weiterführung und Weiterentwicklung dieses Projektes entscheiden.
(Koordination und Konzeptentwurf)
Fachinger